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Eine Frage der Demographie: Von der Kinderknappheit moderner Industriegesellschaften Wolfgang Höhne

Eine Frage der Demographie: Von der Kinderknappheit moderner Industriegesellschaften

Wolfgang Höhne

Published April 9th 2012
ISBN :
Kindle Edition
106 pages
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 About the Book 

Zur demographischen Misere in DeutschlandVon den Folgen des demographischen Desasters, das derzeit gerne als „demographischer Wandel“ verharmlost wird, redet man viel. Von den Ursachen dieser Fehlentwicklung spricht dagegen niemand. Es darf nichtMoreZur demographischen Misere in DeutschlandVon den Folgen des demographischen Desasters, das derzeit gerne als „demographischer Wandel“ verharmlost wird, redet man viel. Von den Ursachen dieser Fehlentwicklung spricht dagegen niemand. Es darf nicht länger darum gehen, sich nur um die wirtschaftlichen Folgen des Geburtenmangels zu sorgen, das demographische Desaster selbst dabei aber stets als unabänderlich hinzunehmen – denn es ist nicht unabänderlich! Ein Anfang wäre beispielsweise, es den Frauen – allen voran den Akademikerinnen – schlicht wieder zu erlauben Kinder zu kriegen. Denn unsere Industrie- und Leistungsgesellschaft, die den „lückenlosen Lebenslauf“ fordert, verhängt in vielen Fällen in der gelebten Praxis faktisch ein Art „Gebärverbot“, was von der Politik jedoch geflissentlich ignoriert wird.Sollen alle ausgebildeten Frauen weiterhin ihre fruchtbare Lebensphase „lückenlos“ in irgendwelchen Büros vergeuden? Wollen wir es den Arbeitgebern weiterhin zugestehen, über die Familienplanung junger Menschen zu bestimmen? Auch fragt man sich inzwischen, ob das ewige Praktikumsdasein und das Leben in Halbjahresverträgen nicht auch den Sinn hat, gezielt die Familienbildung zu unterwandern, um die jungen Arbeitskräfte uneingeschränkt zur Verfügung zu haben. Unsere Gesellschaft lebt nicht nur finanziell, sondern auch demographisch gesehen „auf Pump“. Wir haben ein „Kinder-Schuldenloch“, das es dringend wieder auszugleichen gilt, bevor unsere Gesellschaft von der „Bevölkerungs-Pleite“ ereilt wird.Es gilt, den ganzen Förderwirrwarr zu entfilzen und neu auszurichten. Ziel darf es nicht länger sein, nur die wenigen vorhandenen Kinder mit unzähligen Maßnahmen zu päppeln, sondern jungen Erwachsenen zu helfen, eine Familie zu gründen und Eltern zu werden. Denn in dieser für die Demographie viel entscheidenderen Frage sind die staatlichen Leistungen annähernd null. Es gilt, den Familien zu helfen, ihren Alltag mit Kind besser bewältigen zu können. Das aber geht nur mit der Bereitstellung von völlig neukonzipierten Betreuungsangeboten, die in ihren Dimensionen deutlich über die gegenwärtigen Planungen hinausgehen. Und das wiederum geht nicht mit einer Heerschar an unbezahlbaren zusätzlichen Fachkräften (wo sollten die auch alle herkommen?), sondern nur mit einem staatlichen Pflichtdienst. Es gilt, den „staatlichen Babysitter“ zu erfinden. Ein positiver Nebeneffekt eines solchen Dienstes wäre die damit verbundene dringend nötige Vermittlung von Grundkompetenzen in Familienfragen, bezüglich Erziehung, gesunder Ernährung usw. Wie das alles konkret aussehen könnte, soll hier genauer erläutert werden.Ein ausführlicheres Abstrakt findet sich unter: www.pagus.de/demographie/